Ökosysteme entstehen aus räumlichen, zeitlichen und funktionalen Überlappungen der Lithosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre und Biosphäre. Die ablaufenden Stoff- und Energieumsätze bilden die Lebensgrundlage aller Organismen und werden durch diese verändert, was letztlich auch zu den globalen Herausforderungen des Anthropozäns führt. Räumlich konkret werden diese Wechselbeziehungen in Pflanze-Boden-Systemen abgebildet, in denen sich Pflanzen nach den vorherrschenden abiotischen und biotischen Umweltfaktoren ansiedeln, die Kompartimente Boden und Atmosphäre funktional überbrücken und durch wurzelinduzierte Prozesse (Rhizosphäre) sowie Rückwirkungen auf das Mikroklima die Umweltfaktoren verändern. Im Spannungsfeld Mensch-Natur werden diese Prozesse heute skalenübergreifend beeinträchtigt, was zu Veränderungen der Stoffkreisläufe und zu Biodiversitätsverlust führt. In der Angewandten Geoökologie beschäftigen wir uns deshalb neben der Ökosystemanalyse auch mit der nachhaltigen Entwicklung von (Agar-)Ökosystemen und dem Ressourcenschutz. Dies umfasst die fachliche Expertise in Bodenkunde, Bodenchemie, Ökophysiologie der Pflanzen, Hydrologie und Landschaftsanalyse in Forschung und Lehre. Technisch decken wir den gesamten Bereich von In-situ-Erhebungen über kontrollierte Experimente im Freiland und im Labor bis hin zur instrumentellen Analytik ab.
In der Lehre decken wir die Ausbildung in den Bereichen Pedologie (Bodenkunde und Bodenchemie), (Öko)Physiologie der Pflanzen, Hydrologie, Meteorologie, Umweltanalytik, Umweltverhalten von Schadstoffen, Geoinformationssysteme und Landschaftsplanung ab.
Ökophysiologie, Ökosystemanalyse und Ökosystemmanagement