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Energiemanagementsystem „vortanzen“ reicht nicht mehr

08. Jan. 2018
interessiertes Publikum aus Unternehmen und Studierende beim 8. IMS-Frühstück

interessiertes Publikum aus Unternehmen und Studierende beim 8. IMS-Frühstück

Unternehmen mit einem zertifizierten Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 sind seit dem 14.10.2017 verpflichtet, die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz plausibel nachzuweisen. Diese Forderung ergibt sich aus der ISO 50003 „Energiemanagementsysteme – Anforderung an Stellen, die Energiemanagementsysteme auditieren und zertifizieren“. Externe Energieauditoren werden bei den nächsten Reakkreditierungsaudits den quantitativen Nachweis, wie die energiebezogene Leistung verbessert wurde, einfordern.

 

Dozentin Anke Zenker-Hoffmann hält dem Publikum im Seminarsaal einen Vortrag über die Präzisierungen der ISO 50003 zur technischen Leistungsverbesserung und deren Dokumentation.

 

In unserem 8. IMS-Frühstück kurz vor Weihnachten informierte Anke Zenker-Hoffmann über die Präzisierungen der ISO 50003 zur technischen Leistungsverbesserung und deren Dokumentation sowie über weitere „Mitglieder“ der ISO 50000er Normenfamilie.  

 

Andreas Langhammer, Geschäftsführer der Sachsenfenster GmbH & Co.KG, gab in seinem Vortrag Einblicke in seine Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen in seinem betrieblichen Energiemanagementsystem.

 

Andreas Langhammer, Geschäftsführer der Sachsenfenster GmbH & Co.KG, zeigte an konkreten Beispielen auf, wie er die Umsetzung von Maßnahmen in seinem betrieblichen Energiemanagementsystem plant und die Verbesserung seiner Energieeffizienz anhand von Kennzahlen nachweist, aber auch welche Fallstricke und Probleme es bei der Kennzahlenbildung, -erfassung, -auswertung und –interpretation gibt. Wichtig ist, relevante Einflussvariablen auf die energetische Leistung zu erkennen und zu definieren wie z. B. wetterbedingten Einflüsse, die Produktionsauslastung, die Rohstoffqualität oder Prozessbedingungen. Sein Fazit: Wer bisher die Anforderung der ISO 50001 zur kontinuierlichen Verbesserung umgesetzt hat, wird mit den geschärften Anforderungen an die Nachweispflicht keine Probleme haben. Es kommt eben darauf an: „Die einen haben bisher das Energiemanagementsystem vorgetanzt, die anderen haben es technisch umgesetzt“.

 

Teilnehmer des 8. IMS-Frühstücks nutzten die Pausen für intensive Gespräche.

 

Unter der Rubrik "Wussten Sie schon" stellten wir unser „Energieeffizienznetzwerk Oberlausitz“ vor, ein Verbund von 8 regionalen Unternehmen zum Austausch im Energiemanagement, unter anderem auch über Fragen der Kennzahlenbildung, Maßnahmendurchsetzung und Erfolgsmessung im Energiemanagement.

 


Kontakt

Prof. Dr. Jana Brauweiler

Integrierte Managementsysteme

Tel.: 03583 612-4752

E-Mail: j.brauweiler@hszg.de

Letzte Änderung:24. Februar 2017

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