zusätzliches Exkursionsangebot

Gastforschung auf Helgoland

Die einzigartige Natur Helgolands und seiner Küste konnte eine Gruppe Studierender der Studiengänge „undefinedÖkologie und Umweltschutz“ und “undefinedBiotechnologie und Angewandte Ökologie“ in der Woche vom 8.-12.9.2014 kennenlernen. Für ein Exkursionspraktikum unter Leitung von Prof. C. Heidger und J. Dörnchen-Neumann wurde das Angebot zur Gastforschung am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) auf Helgoland wahrgenommen. Zum Untersuchungsprogramm gehörten die Sammlung von Makrophyten im einzigen Felswatt Deutschlands und deren Bestimmung in den dafür mit modernster Mikroskopier- und Videotechnik  ausgestatteten Kursräumen, welche auch die Möglichkeit zur Hälterung von Meeresorganismen bieten und damit ermöglichen, die Organismen in intaktem Zustand zu untersuchen.

In Deutschlands einzigem FelswattEines der Highlights der Exkursion stellte die Ausfahrt mit dem Forschungsschiff „Uthörn“ dar. Neben der Gewinnung von Planktonproben aus der Nordsee, wurden eindrucksvoll die Schleppnetzfischerei, sowie der Dredgenfang demonstriert. Letzterer stellt eine Methode zur Probenahme am Meeresboden dar, um diesen  hinsichtlich seiner biologischen Besiedlung zu untersuchen. Sowohl Planktonproben als auch Dredgenfänge wurden im Labor analysiert, die Ergebnisse von den einzelnen Arbeitsgruppen am letzten Exkursionstag ausgewertet und zusammengefasst, sowie in einer Präsentation vorgestellt und diskutiert.

Obwohl von den Ausmaßen her eher klein, weist die einzige Hochseeinsel Deutschlands eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume auch an Land auf. Die nahe an der Felsinsel gelegene Sanddüne, die wir nach kurzer Überfahrt erreichten, bot faszinierende Einblicke in die natürlichen Lebensräume von  Kegelrobben und Seehunden, die dort aus nächster Nähe am Strand zu beobachten waren. Der Verein Jordsand e.V., der sich seit Jahren um die Erhaltung und den Schutz der Natur auf den Nordseeinseln verdient gemacht hat, versorgte uns mit weitergehenden Informationen.

Im LaborDas Forschungsschiff

Ein völlig anderer Lebensraum erschloss sich uns an der rauen Nordwestseite der Insel. Die steilen Felswände des roten Sandsteinmassivs werden derzeit noch von Hunderten von Seevögeln genutzt, die hier ihre Jungen aufziehen.

Der Besuch Helgolands und des AWI verdeutlichte den Studierenden in eindrucksvoller Weise, welchen Spagat die Bewohner, Umweltschützer und Wirtschaftsakteure der Insel im Konflikt zwischen dem Erhalt bedrohter Arten und Lebensräume einerseits und wirtschaftlichen Interessen, verbunden mit Massentourismus, Fischerei, Offshore-Windparks u.a., vollbringen müssen.

Ökosystemkunde-Exkursion

Im Zeitraum vom 17. bis 23. August 2013 fand eine fakultative Ökosystemkunde – Exkursion, angeboten durch Professorin Christa Heidger und Jana Dörnchen-Neumann, im Studiengang Ökologie und Umweltschutz in der Biologischen Station der Universität Greifswald auf der Insel Hiddensee statt.

Den Studierenden bot sich die Gelegenheit, einen Einblick in die faszinierende Landschaft der Insel zu erhalten, die überwiegend zum Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ gehört. In kleinen Arbeitsgruppen erschlossen sie sich die Vegetation der Salzwiesen, Dünen und Trockenrasen. Viele gefährdete und stark gefährdete Pflanzenarten bekommt man hier in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, die andernorts längst verschwunden sind. 

Zum weiteren Arbeitsprogramm gehörte eine Ausfahrt mit dem Boot auf den Vitter Bodden, um Planktonorganismen zu fangen und abiotische Wasserparameter zu messen. Anschließend wurden die Organismen im Kurslabor mikroskopisch bestimmt und festgestellt, dass sich zunehmend „Plastikplankton“ in Bodden und Ostsee anreichert. Dr. Engelmann, langjähriger Mitarbeiter des Naturkundemuseums Görlitz, führte in den Fang, die Präparation und Bestimmung von Insekten – auf seinem Spezialgebiet den Wanzen -  ein.  

Abgerundet wurde die Woche durch zwei interessante Führungen: zum einen auf den alten Bessin, eine durch Sandanlagerung erst vor ca. 400 Jahren entstandene Landzunge, mit einem herrlichen Ausblick auf das Sandwatt mit seinen zahlreichen, rastenden Wasservögeln und zum anderen in die Küstendünenheide bei Neuendorf. Dort führte die Gruppe, nachdem sie einiges zur Küstendynamik und Dünensukzession erfahren hatte, einen Pflegeeinsatz durch. Mit Axt und Schere wurde der neophytischen Traubenkirsche zu Leibe gerückt, die sich zunehmend in der Heide ausbreitet und droht, diese zu überwachsen.

Zuletzt durfte eine Wanderung entlang der Mole zum berühmten Leuchtturm nicht fehlen. Hier am Dornbusch, an der nördlichen Spitze der Insel, kann man an der Steilküste die Kraft des Meeres spüren. 

Fotos: Jana Dörnchen-Neumann

Exkursion ins Erkundungsbergwerk Gorleben

©Delakowitz

 

Ein besonderes Highlight ist die jährliche freiwillige Exkursion ins Erkundungsbergwerk und in das Brennelement-Zwischenlager Gorleben.

Prof. Dr. Bernd Delakowitz aus dem unserem Studiengang ist Diplom-Geologe und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Fragen der Endlagersuche. In diesem Zusammenhang organisiert er regelmäßig freiwillige Exkursionen in das Erkundungsbergwerk sowie in das Brennelementlager Gorleben.


Im April 2013 erfolgte seitens der Politik eine grundsätzliche Einigung darüber, die Suche nach einem Endlager für wärmeentwickelnde (hochradioaktive) Abfälle über ein „Endlagersuchgesetz“ neu zu gestalten. Drei Gesteinsformationen – Salz, Ton und Granit – werden aus wissenschaftlicher Sicht als geeignete Einlagerungsmedien betrachtet. Basierend darauf sollen Gebiete in Norddeutschland, Baden-Württemberg, Sachsen und Nordost-Bayern erkundet werden, wobei der seit etwa 30 Jahren untersuchte Salzstock bei Gorleben in der Auswahl verbleibt.

 

Studentische Exkursion zur Kurischen Nehrung, Litauen

Impressionen
September 2006

Letzte Änderung:13. Januar 2016

Anmelden
Direktlinks & Suche